Gehegebau Rheinland-Pfalz

Wir bitten um Unterstützung für ein Aufzucht- und Auswilderungsgehege.
Für unsere beiden wichtigsten Auzucht- und Auswilderungsstellen in Rheinlandpfalz muss dringend ein neues Gehege gebaut werden. Der Platz und die Arbeiter sind vorhanden. Leider fressen die Marderkinder gerade wortwörtlich unsere Budgets komplet auf 🙂 Wir finanzieren alles aus eigener Tasche – und die ist nun fast leer. Bitte helft uns dieses Gehege bauen zu können. Nur so können wir nach Rheinland-Pfalz weitere Findlinge hin vermitteln.
Eine Bestellung über den Wunschzettel wird dann automatisch an die richtige Stelle versandt.
Herzlichen Dank
Euer Marderhilfsnetz-Team

https://www.amazon.de/registry/wishlist/3OFDE2QQWTGXS/ref=cm_sw_r_fa_ws_t2_EjeizbJ7FWH4Q

Gemein …

Das ist so eine Geschichte, wo ich platzen könnte vor Wut – sagt unsere Andrea in Rheinlandpfalz. Irgendwelche Leute, bei denen wohl schon seit Jahren Marder wohnen und „durch die Decke pinkeln“, haben beschlossen, dass sie gerade jetzt, in der Schonzeit keinen Nerv mehr auf die Viecher haben und eine Lebendfalle aufgestellt. Dort ist der kleine Dussel rein getappt und hat vermutlich schon seit der Nacht darin gesessen. Ein netter Nachbar hat das mitbekommen und den Kleinen zu einer Tierhilfe gebracht. Der Bub ist ziemlich apathisch und wird jetzt erst mal versorgt. Wie wir vermeiden können, dass diese …. noch den Rest der Familie „einfangen“ bzw. schlimmere Selbstjustiz betreiben ist noch in Planung…..

Hermeline

Gerade ist die große Hermelin-Finde-Phase 🙂
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in der Sprechstunde jemand sagt: „Unsere Katze hat gerade einen Marder gebracht“. Im Normalfall kann man dann schon erahnen dass es ein Hermelin bzw. Wiesel ist.
Inzwischen konnten wir schon einige Zusammenführungen organisieren, so dass die Zwerge mind. einen Gleichgesinnten zum aufwachsen haben.
Leider gibt es durch die scharfen Katzenzähne auch oft Verletzungen, die nur mit Antibiotika zu behandeln sind. Aber diese winzigen, robusten Marderartigen sind kleine Kämpfer.

Es regnet Marderkinder !

Zumindest würde man das vermuten, denn viele landen in Dachrinnen und werden dort gefunden.
So auch die zarte „Jasmin“. Das stark abgemagerte Mädchen muss schon mehrere Tage allein im Dachboden verbracht haben bevor sie der Hunger heraus trieb. Sie landete in der Regenrinne einer lieben Familie Nähe Augsburg. Dort wurden die Finder auf sie aufmerksam. Rückführung zur Mutter war leider vergebens.
Wir trafen uns Anfang Mai auf halber Strecke und ich nahm die ängstliche Jasmin in Empfang. Ihrem Alter entsprechend sollte sie ca. 700 Gramm wiegen. Aber nur karge 320 Gramm waren es noch – eigentlich nur noch Fell und Knochen.

Inzwischen hat die  junge Dame schon gut aufgeholt und darf mit den anderen Marderkindern im Marderhaus toben. In ca. 1-2 Wochen wird auch der Weg zum Freigehege geöffnet und alle dürfen raus.

Wut und Trauer !

Die meisten Finder wollen ja das Beste für die Kleinen und geben sich wirklich Mühe. Dass da im ersten Affekt auch mal Fehler passieren ist verzeihbar. Aber leider gibt es die Ausnahmen. Ich unterstelle nicht mal Böswilligkeit aber als grob Fahrlässig kann man manche Finder schon bezeichnen.
Hier ein Beispiel:
Am 26. April schickte ich meinen Lebensgefährten abends nach der Arbeit auf eine 400 km-Fahrt um 2 Marder-Babys abzuholen, bei denen ich bereits am Telefon nichts gutes ahnte.
Die Info: Seit einer Woche Whiskas-Katzenmilch vom Edeka (nichts gegen das Produkt aber bitte niemals für Tierbabys als Aufzuchtmilch !!!). Fahrmöglichkeit nicht vorhanden (komische Widersprüche bei der Frage ob Entgegenfahren möglich sei). Aber gut !
Armin kam um 21 Uhr mit den Beiden nach Hause.
Puh … bei dem Anblick der Zwerge musste ich erst mal schlucken 🙁
Sie waren fast steif, bewegten sich nur in Zeitlupe. Einer der Beiden schrie bereits – die Töne waren leise und schwach. Ihre Köpfchen und Beine waren kalt – die 2 stündige Fahrt mit Snuggel-Save reichte nicht mal aus sie aufzuwärmen. Die Bäuchlein waren klatschnass von Urin und Kot. Vor allem bei „Vince“ (im Foto links) war der Bauch bis über die Beinchen und zum Po übersät mir eitrigen Bläschen – die Beinchen waren steinhart und starr davon. Penis und Po ragten hervor, die Haut faltig und blass – sie waren viel zu dünn. 109 und 112 Gramm zeigte die Waage.
Das sollte eine schlaflose Nacht werden.
Untergebracht waren sie dort in einem Karton mit Papier drin. Was Armin sonst noch berichtete schreib ich hier lieber nicht.
Die Bläschen sind Folge von der Übersäuerung der Milch und der Tatsache dass hier keine Urinstimmulation gemacht wurde. War die Blase voll lief sie eben über – eine Woche lang im Urin liegen verursacht extreme Hautreizungen.

Der Kampf ums Überleben begann also um 21 Uhr. Halbstündlich musste warme Flüssigkeit in die kalten Körper, Beinchen mussten massieren werden um den Kreislauf wieder zu beleben usw.
Bereits vor Mitternacht verlor der kleine Vince den Kampf. Um Luigi kämpfte ich weitere 24 Stunden …. aber auch er hat es nicht geschafft.

Meine Wut, mein Vorwurf: Eine Woche lang warten ??!! Nicht mal den Versuch sich irgendwie zu informieren !!?? Sind ja nur Viecher oder ?? Wer behauptet es gäbe im Internet keine Infos – der lügt. Für Vince und Luigi wäre es besser gewesen nicht von diesen Leuten gefunden worden zu sein. Das war ein langer, schmerzhafter, einwöchiger Todeskampf.
Wo und wie sie gefunden wurden, bzw. was mit der Mutter passierte wollte ich garnicht wissen …. die Antwort wäre vermutlich noch eins oben drauf auf mein Tierschützer-Herz.

Ja, sicher werde ich die Wut wieder abbauen, ja klar werde ich das wegstecken … aber solche Situationen sind halt verdammt oft der Fall 🙁

Wut ist ein Gefühl der Hilflosigkeit. Und ich bin auch nur ein Mensch. Und da ich dies nun mit euch teilen konnte, geht es mir schon besser

Babykrankheiten

Bei der Aufzucht der Marderbabys gibt es einige Hürden und Problemchen zu bewältigen. Das beginnt mit dem häufig vorkommendem „Eiterauge“, über „Benuckeln der Geschlechtsteile“ bis hin zu „Mangelerscheinungen“ und vielem mehr. Für die meisten dieser Wehwehchen haben wir eine Lösung für euch parat. Schaut euch dazu doch mal unsere „Babykrankheiten-Seite“ an unter: http://marderhilfsnetz.de/baby-krankheiten.html

Arme Pauline

Heute kam die Kleine Pauline zu mir. Sie wurde mit ca. 120 Gramm vor 10 Tagen gefunden. Was der winzigen Dame da passiert ist kann man nicht sicher sagen. Aktuell ist ein Auge eitrig und der Schorfstreiffen lässt an 2 Stellen das Fleisch darunter erkennen. Die Finder haben aber instinktiv alles gut gemacht – nämlich keine fette Salbe drauf geschmiert sondern mit einem Heiltee nur abgetupft. Das hat zumindest verhindert, dass sich die Wunden entzünden. Nun starten wir mit einer komplexen Behandlung und ich bin sicher wir kriegen die Süße wieder hin. Da es nichts Ansteckendes ist darf sie zu Moogli zum kuscheln – so hilft uns die Psyche auch noch dazu schnell gesund zu werden.

Nun müssen die Krusten erstmal langsam abheilen. Das wird eine ganze Zeit dauern. Aber davon haben wir bis zur Auswilderung genug 🙂

Ein Kuckucksei zu Ostern

Da hat uns doch der Osterhase tatsächlich ein Kuckucksei ins Nest gelegt.
Seit ein paar Tagen ist nun Füchslein „Balu“ bei uns. Eine Verstopfung mit bösen Blähungen konnte homöopathisch beseitigt werden. Er trinkt gut und nimmt zu. Für Gesellschaft müssen vorerst die Marder herhalten. Was in dem Alter erstmal kein Problem darstellt. Danach finden wir eine Lösung – denn auch so ein Füchslein sollte artgerecht mit Gleichgesinnten aufwachsen.

So, dann kann sich ja jetzt Fuchs und Marder Gute Nacht sagen !

Beratung über Deutschland hinaus

Wir freuen uns, wenn wir auch aus unseren Nachbarländer Anfragen zur Beratung bekommen.
Gestern wurden wir um Rat gefragt wegen einem Mauswiesel-Baby. Die Mail kam aus Belgien
Das Wieselchen wiegt gerade mal 3 Gramm und ist somit wenige Tage alt. Es trinkt gut und wir haben Hoffnung dass der Winzling überleben wird. Alles gute nach Belgien

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

Verlorener Kampf

Gestern wurde uns diese Marderdame von der Polizei gebracht. Sie kam in einem sehr erbärmlichen Zustand. Die ersten Untersuchungen zeigten das ganze Ausmaß. Sprunggelenk war gebrochen, der Kopf übersäht mit Bisswunden. Aus der großen Wunde kam einiges an Eiter heraus. Sie war abgemagert und dehydriert. Und zu allem Übel fallen über solch geschwächte Tiere dann auch noch die Zecken her – der ganze Körper war voll davon.
Das ganze Geschehen könnte ca. 2 Wochen her sein.
Die Wunden haben wir sanft versorgt und sie sollte sich vor weiteren Untersuchungen wie Röntgen und Narkose erstmal erholen. Kaum zu glauben aber sie hat sogar noch was gefressen. Unsere Pflegestelle in Ba-Wü schaffte es zunächst sie zu stabiliseren.

Die Marderdame erlag heute ihren schweren Verletzungen. Es war bereits eine dicke Entzündung mit Eiter unter der Schädeldecke. Wir sind sehr traurig dass wir dir nicht helfen konnten.

Run free du tapferes Mädchen

Aktuelles vom Marderhilfsnetz